Schadstoffsanierung im Großraum Stuttgart: Sichere Entfernung belasteter Baustoffe
In älteren Gebäuden finden sich neben Asbest häufig weitere Schadstoffe, die lange als unbedenklich galten. Polychlorierte Biphenyle (PCB) stecken zum Beispiel in Fugendichtungen und Lacken, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) in teerhaltigen Klebern oder Dachbahnen. Alte künstliche Mineralfasern (KMF) können ähnlich wie Asbest feine Fasern freisetzen, die tief in die Lunge gelangen. Alle drei Stoffgruppen gelten als krebserregend und lassen sich nur mit geeigneten Schutzmaßnahmen sicher entfernen. Als Fachbetrieb für Schadstoffsanierung in Stuttgart und Umgebung untersuchen wir belastete Bauteile, sanieren nach den jeweils geltenden technischen Regeln und entsorgen die Materialien vorschriftsmäßig.


KMF (Künstliche Mineralfasern)
Künstliche Mineralfasern, kurz KMF, stecken vor allem in Dämmstoffen aus Glaswolle oder Steinwolle. Mineralwolle, die vor 1996 hergestellt wurde, gilt als krebserregend. Ähnlich wie Asbest kann sie feine Fasern freisetzen, die beim Einatmen tief in die Lunge gelangen und vom Körper nicht mehr abgebaut werden. Solange die Dämmung unberührt eingebaut ist, bleibt die Belastung meist gering. Das ändert sich, wenn das Material mechanisch beansprucht oder ausgebaut wird. Besonders leicht lösen sich die Fasern aus locker gebundenen Produkten wie Spritz-KMF.
In Gebäuden finden sich alte KMF häufig in:
- Dämmungen von Dächern, Dachböden und Außenwänden
- Trennwänden im Trockenbau
- Isolierungen von Heizungs- und Lüftungsrohren
- Akustikdecken und Schallschutzplatten
Wir sanieren KMF-belastete Bauteile fachgerecht nach der TRGS 521 und entsorgen die Materialien vorschriftsmäßig.
Polychlorierte Biphenyle (PCB)
Polychlorierte Biphenyle, kurz PCB, wurden bis zu ihrem Verbot im Jahr 1989 in vielen Bauprodukten eingesetzt, weil sie Materialien elastisch und schwer entflammbar machen. Heute ist bekannt, dass PCB krebserregend sind, das Erbgut verändern und die Fortpflanzungsfähigkeit beeinträchtigen können. Aus belasteten Bauteilen können sie über Jahre in die Raumluft ausgasen. Da die Stoffe in der Umwelt kaum abgebaut werden, reichern sie sich in Organismen an.
In Gebäuden kommt PCB typischerweise in diesen Materialien vor:
- Fugendichtungsmassen, etwa an Fenstern oder zwischen Betonfertigteilen
- Lacke und Versiegelungen mit PCB als Weichmacher, zum Beispiel auf Stäbchenparkett
- Korrosionsschutzbeschichtungen auf Metallbauteilen
- Holzschutzmittel
Wir sanieren PCB-belastete Bauteile fachgerecht nach der DGUV Regel 101-004 Anlage 68 und entsorgen die Materialien vorschriftsmäßig.


PAK (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe)
Schwarzer, teerartig riechender Kleber unter altem Parkett ist einer der häufigsten Hinweise auf polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, kurz PAK. Diese Stoffgruppe steckt in teerhaltigen Baustoffen, die früher vor allem zum Abdichten und Verkleben genutzt wurden. Solange das Material fest verbaut ist, bleibt es meist unauffällig. Beim Abschleifen oder Herausreißen entsteht jedoch Staub, über den die Schadstoffe in die Atemwege gelangen. Das ist problematisch, weil PAK Krebs auslösen, das Erbgut schädigen und die Fruchtbarkeit beeinträchtigen können. Hinzu kommt, dass sie in der Natur nur sehr langsam zerfallen und sich deshalb in Lebewesen anreichern.
Typische Fundorte von PAK in Gebäuden sind:
- Teerhaltige Kleber unter Parkett und anderen Bodenbelägen
- Gussasphalt als Estrich
- Teerkork als Dämmung von Wänden, Decken oder Kühlräumen
- Dichtungs- und Dachbahnen
- Holzschutzanstriche
Wir sanieren PAK-belastete Bauteile fachgerecht nach der DGUV Regel 101-004 Anlage 68 und entsorgen die Materialien vorschriftsmäßig.
Ablauf der Schadstoffsanierung
1.
Kontaktaufnahme
Sie schildern uns telefonisch oder per E-Mail Ihren Verdacht. Wir klären erste Fragen und vereinbaren einen Termin für die Besichtigung.
2.
Begutachtung und Probenentnahme
Vor Ort sehen wir uns die betroffenen Bauteile an und entnehmen Materialproben. Die Laboranalyse zeigt, ob und welche Schadstoffe tatsächlich enthalten sind.
3.
Sanierungskonzept
Auf Grundlage der Ergebnisse legen wir fest, welche Arbeitsverfahren und Schutzmaßnahmen nötig sind. Anschließend stimmen wir mit Ihnen einen passenden Zeitraum für die Arbeiten ab.
4.
Vorbereitung des Arbeitsbereichs
Wir schirmen den betroffenen Bereich ab, damit keine Schadstoffe in angrenzende Räume gelangen. Je nach Material richten wir zusätzlich eine Absaugung oder Unterdruckhaltung ein.
5.
Sanierung und Entsorgung
Wir entfernen die belasteten Bauteile, verpacken sie staubdicht und führen sie der vorgeschriebenen Entsorgung zu.
5.
Freimessung und Abschlussbericht
Nach Abschluss der Arbeiten wird per Messung geprüft, ob die Raumluft wieder unbedenklich ist. Sie erhalten einen Abschlussbericht, der die Sanierung nachvollziehbar dokumentiert.
In Ihrem Gebäude stecken möglicherweise Schadstoffe aus früheren Bauzeiten?
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